Metrolit

»Wenn man was will, dann muss man vor allem erst mal brennen. Wie ein Streichholz. Reibung, sagte er. Hitze. Und dann verglüht man, irgendwann. Ist doch klar. Aber die meisten brennen nicht. Weil sie Angst haben.«

Boris Pofalla

Low

Roman

14 × 21,5 cm
Gebunden mit Schutzumschlag
Coversujet von Ryan McGinley
222 Seiten

ISBN 978-3-8493-0365-5

März 2015

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Inhalt

Den Sinn ihres Lebens begreifen Moritz und der Ich-Erzähler darin, sich der Welt zu entziehen: der Gesellschaft, dem Alltag, jeder normativen Kraft. Denn erhaben ist nur, was man weder beherrschen noch benutzen kann. Ihr Tor zur Erhabenheit sind Drogen, Kreativität und der Mantel der Nacht. Doch eines Tages, mitten im Sommer, verschwindet Moritz spurlos, und den Ich-Erzähler überfällt eine nie gekannte Verlorenheit. Er macht sich auf die Suche nach seinem Freund, doch an den Schauplätzen, die bisher die Bühne für ihre Ekstase und ihren jugendlichen Hedonismus waren, fehlt jede Spur von ihm. Die Party ist vorerst vorbei. Erschöpfung, Ernüchterung, Angst, Trotz und schließlich die Erkenntnis, dass man sich allem entziehen kann. Nicht aber sich selbst.

In seinem Debüt erzählt Boris Pofalla in einer einfachen, beinahe vollkommenen und unaufgeregten Sprache die Geschichte eines Erwachens und beschreibt gleichzeitig das Lebensgefühl einer brillanten und empfindsamen, aber auch narzisstischen Generation.

Autor

Boris Pofalla, geboren 1983, studierte Kunstgeschichte und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der FU Berlin. Er ist Autor und Kunstkritiker der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und schreibt für das Kunstmagazin Monopol.

Pressestimmen

»Das Wechselspiel zwischen glasklaren, oft unterschwellig ironischen Beobachtungen und einem schwülen Flirren bildet einen reizvollen Kontrast, der mühelos durch das gesamte Buch trägt. Und noch etwas unterscheidet „Low“ von all den anderen Berlin-Romanen der letzten Jahre: Pofalla versteht es, das diffuse Lebensgefühl seiner Figuren zu beschreiben, ohne sich sprachlich darin zu verlieren. In seinen schlichten Sätzen verdichtet sich ein lebendiges Bild von Berlin vor rund zehn Jahren.«
Kurier am Sonntag

»Muss das denn sein? Noch ein Berlin-Roman, ein Party-Roman, ein Drogen-Roman? Noch ein Roman von einem Journalisten? Ja, wenn er so gut geschrieben ist wie dieser, dann muss das sein. Der Stil ist schmucklos und klar, frei von Sprachspektakeln, aber die Atmosphäre ist schwer und schwül, eine Umbruchsituation, Low ist ein Roman wie ein Spätsommertag.«
KulturSpiegel

»Boris Pofalla legt mit Low einen beeindruckenden Debüt-Roman vor / Ohne Klischee, aber mit treffender Sprachkraft […] In den vielen starken Momenten klingt Pofalla wie der großartige Rolf Dieter Brinkmann […].«
Gießener Anzeiger

»Treffend. Genial.«
Cosmopolitan

»Weltschmerz in betörender Sprache«
NDR Kultur

»Im Mittelpunkt des Romans steht nicht die Geschichte, sondern eine Stimmung. Der Text erzählt von Absturz und Ernüchterung als Lebensgefühl der Generation Y. Beeindruckende Lektüre!«
Radio Fritz

»Low erzählt vor allem von einer besonderen Freundschaft.«
WDR 1Live

»Philosophisch tiefer Dekadenzroman«
FAZ

»So schön wie in Boris Pofallas Debüt ist selten von Verlorenheit erzählt worden.«
Bücher

»Melancholisch und sommerlich zugleich, magisch wie das Balancieren auf einem See-Steg bei Sonnenuntergang.«
Saarbrücker Zeitung

»Der erste Roman Low des Schriftstellers Boris Pofalla lädt zu einem literarischen Ausflug in das Berlin unserer Tage ein. Es geht um junge Menschen, wie sie leben, feiern und Leiden. Ihre Stimmung ist aber ziemlich gedrückt.«
Deutschlandradio Kultur

»Mit einfacher, ruhiger und unaufgeregter Sprache erzählt er vom Leben seiner Protagonisten, die ziellos durch ihr Leben gehen – und trifft damit den Leser mitten ins Herz.«
Hafencitynews.de

»Boris Pofalla schreibt gut, seine Prosa ist überlegt, elegant, sehnsuchtsvoll.«
Bücherwurmloch

»Low ist das perfekte Buch für den Moment, in dem du deinen besten Freund nicht mehr erkennst.«
Deutschlandradio Wissen

»Boris Pofalla hat einen sehr sensiblen Debütroman über die Berliner Partyszene geschrieben.«
UMag

»Boris Pofalla beobachtet und schildert präzise […]. Eine gelungene Milieustudie einer Lost Generation im Großstadtdschungel.«
lesekabinettleipzig.com

»Der Roman stand vollkommen zurecht auf der Hotlist des KulturSpiegels zur Leipziger Buchmesse (27 aus 20.000!) weil er mit seiner entspannten, unprätentiösen Erzählweise besser als so viele den Ton der Zeit trifft.«
Muxmäuschenwild Magazin

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