Metrolit

Zum 25. Todestag von Thomas Bernhard. Eine Hommage an den Meister der Provokation.

Alexander Schimmelbusch

Die Murau Identität

12,5 × 20,5 cm
Gebunden
208 Seiten

ISBN: 978-3-8493-0338-9

21. Januar 2014

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Inhalt

Am 12. Februar 1989 starb der legendenumwobene Schriftsteller Thomas Bernhard in Oberösterreich. Die Öffentlichkeit erfuhr erst drei Tage später von seinem Tod, nachdem er bereits auf dem Grinzinger Friedhof in Wien beerdigt worden war. So zumindest die offizielle Version.

In Wahrheit war sein Tod, wie alles andere in seinem Leben, eine Inszenierung, die er von New York aus verfolgte, wo er sich unter strengster Geheimhaltung einer experimentellen Antikörperbehandlung unterzogen hatte, um sich von seiner lange für unheilbar gehaltenen Autoimmunkrankheit zu befreien. Zur Rehabilitation buchte er sich ins Plaza ein, unter dem Namen Murau, Franz-Josef, terrorisierte den Roomservice und las im Bett seine Nachrufe. Er wusste, er war entkommen, seinem Ruhm, seiner Heimat, seinen alten Geschichten. Es war Zeit, ein neues Leben zu beginnen.

In Die Murau Identität, einem ebenso leichtfüßigen wie unterhaltsamen Enthüllungsroman, macht sich der abgehalfterte Journalist Alexander Schimmelbusch auf die Suche nach dem weltbekannten Misanthropen, zuerst in Manhattan, wo er Bernhards Sohn Esteban trifft, und dann in den Küstenorten der mallorquinischen Tramuntana. Ausgestattet mit den versiegelten Protokollen des Verlegers, der Bernhard half, sein Verschwinden zu planen, findet Schimmelbusch schließlich einen eleganten alten Mann, der alles, was ihm jemals bedeutsam war, der Auslöschung preisgegeben hat.

Autor

Alexander Schimmelbusch, Österreicher, geboren 1975, wuchs in Frankfurt am Main und in New York auf und studierte an der Georgetown University in Washington. 2009 wurde sein Roman Blut im Wasser mit dem Preis der Hotlist ausgezeichnet. Arbeit als Journalist unter anderem für Die Welt, Frankfurter Allgemeine, Der Freitag, Cicero und Architectual Digest. Er lebt in Berlin.

Alexander Schimmelbusch liest aus »Die Murau Identität«

Pressestimmen

»Nächte mit Gin und Genie: Aexander Schimmelbuschs Literatursatire Die Murau Identität macht Tote lebendig.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Thomas Bernhard, der als Jetset-Greis überlebt hat und von einem Markensnob aufgespürt wird. Das ist raffiniert. Das hat was.«
Die Zeit

»Ein fiktionaljournalistisches Meisterwerk«
The European

»Überzeugend bernhardesk und sehr unterhaltsam.«
Süddeutsche Zeitung

»Ein Buch, das mit umwerfender Überzeugungskraft davon erzählt, dass Thomas Bernhard keineswegs gestorben ist.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Die Ich-Erzählung von Schimmelbuschs Spurensuche ist eine aberwitzige Suada, ein Fear and Loathing auf Mallorca, einer der komischsten, unbarmherzigsten und intelligentesten Romane des Frühjahrs.«
Welt am Sonntag

»Ein äußerst unterhaltsames Buch, das in seiner gemeingefährlichen Smartness an den jungen Christian Kracht erinnert.«
Spiegel Online

»Was für ein großartiges, schillerndes Buch! Man möchte sich suhlen in Schimmelbuschs Suada, sofort Flüge nach New York oder Mallorca buchen, Bernhard lesen, ein neues Manuskript beginnen oder wenigstens ein Glas Römerquelle trinken- kurz, die Lektüre versetzt in jene Unrast der Inspiration, die einen nach dem Genuss exquisiter Bücher überkommt. Es muss etwas unternommen werden, und zwar sofort.«
Sabrina Janesch, Autorin von »Katzenberge«

»Sie hat – was besonders unterhaltsam ist – den Ton Bernhard’scher Übertreibungen. Es wird abgeschweift und ordentlich geschimpft – über Medien und sogar über Tomatensoße. [Dem Autor] ist Irrwitziges und Einmaliges gelungen; und so nebenbei ist das Buch eine Hommage an Bernhard geworden.«
Kurier

»Zum 25. Todestag des Schriftstellers Thomas Bernhard erscheint der Roman Die Murau Identität von Alexander Schimmelbusch, der den Tod des großen Literaten unterhaltsam infrage stellt.«
ZeitMagazin

»Diese Reiseberichte lesen sich echter als die echten Reiseberichte des Suhrkamp-Verlegers und lustiger. Es stimmt alles, Ton, Selbstbewusstsein, Liebe zu Bernhard. Alles minimal kunstvoll übertreiben, so dass alles unglaublich komisch ist.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Ein parodistisches Glanzstück.«
Buchreport

»Dass Schimmelbusch die sprachlichen Mittel zu einer scharfen Satire hat, beweisen die lustigsten Passagen des Romans; jene, in denen der Bernhard-Antagonist Peter Handke und dessen Jugoslawien-Ursprungsmytholgie ihr Fett abbekommen.«
Frankfurter Rundschau

»Die Murau Identität [ist] das witzigste Bernhard-Buch, das Thomas Bernhard nicht geschrieben hat. Seine Verehrer sollte sich den Roman nicht entgehen lassen und in der Ecke für skurrile österreichische Literatur hat der Schimmelbusch sein fixes Platzerl.«
Falter

»Ein Buch, das sich was traut, sich weit aus dem Fenster lehnt, aber am Ende doch nicht herausfällt. […] Die Murau-Identität kann schon vorab zum gelungensten, originellsten Beitrag zu Thomas Bernhards 25. Todestag erklärt werden.«
RBB Kulturradio

»In diesen Passagen hat man den Eindruck, dass Schimmelbusch die Idee für sein Buch beim Lesen von Unselds “Chronik” und dem Bernhard-Unseld-Briefwechsel gekommen sein muss, so gut bekommt er den Ton seiner fiktiven Unseldschen Reisenotizen hin.«
Deutschlandradio Kultur

»Als Literatur- und Kulturbetriebssatire funktioniert Die Murau Identität ganz wunderbar.«
ORF FM4

»Furios«
Lesen mit links

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