Metrolit

»Halt die Klappe und lies Mary Miller.« The Believer

Mary Miller

Süßer König Jesus

Aus dem Amerikanischen
von Alissa Walser
14 × 21,5 cm
Gebunden
288 Seiten

ISBN 978-3-8493-0311-2

September 2013

19,99 €

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Inhalt

Zwei Lolitas auf dem Rücksitz, die eine voller sexueller Neugier, die andere heimlich schwanger. Am Steuer: die religiösfundamentalistischen Eltern auf ihrem Weg nach Kalifornien – dem Weltuntergang entgegen. Ein Buch von literarischer Wucht mit einem Plot, den sich die Coen-Brüder nicht besser hätten ausdenken können.

Autorin

Mary Millers literarische Erzählungen
sind vielfach ausgezeichnet worden. Sie
wird als »the next big thing« gehandelt.
Bisher erschien Big World (Storys). Süßer
König Jesus ist ihr erster Roman und zugleich
die erste Übersetzung ins Deutsche.

Alissa Walser über »Süßer König Jesus«

Während ich las, und während ich übersetzte dachte ich an ein Buch das ich vor Jahren gelesen hatte: Die Selbstmordschwestern von Jeffrey Eugenides. Aus der Entfernung von knapp zehn Jahren, ohne erneut nachzulesen, ist mir diese Familie im Kopf, diese seltsamen Eltern, die versuchen, ihre rätselhaften Töchter vor allem zu bewahren, und beginnen, sie abzuschotten. Jetzt meine ich, Eugenides habe sich als Erzähler kaum in die Familie hineingewagt, immer erst beim Tod eines Mädchens ist er zur Stelle gewesen. Er erzählt die Geschichte mehr oder weniger von außen: Eine Schwester nach der andern bringt sich um. Mary Miller ist ihren weiblichen Heldinnen nah, näher, als Eugenides den seinen, sie erzählt von innen.

Pressestimmen

»Eine Entdeckung der Sonderklasse! Wer den Seelenzustand, der zwischen Verfolgungswahn und Größenwahn taumelnden USA erkunden will, muss diesen Roman lesen.«
ZDF, Das Blaue Sofa

»Ein spektakuläres Debüt. [Ein] großartiger, unsentimentaler Roman.«
ZEIT Online

»Man möchte [Mary Miller] eine Liebeserklärung nach der anderen machen.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»[Mary Miller] formuliert Jess’ Gedanken in einer Einfachheit, die einen rührt und derentwegen man das Buch unbedingt auch als Jugendlektüre empfehlen kann. Mary Miller braucht keine extra-trashigen Sexszenen und keine religiösen Abartigkeiten für die Sozialkritik, die ihr literarisches Roadmovie ebenfalls enthält.«
NZZ am Sonntag

»Ein literarisches Roadmovie, bei dem man nicht mit im Auto sitzen und doch bis zum Schluss dabei sein will.«
Brigitte

»Mary Miller kreuzt hier zwei Grundlagentexte juveniler Selbstvergewisserung: Kerouacs On the Road und Salingers Fänger im Roggen. Sie verbindet Holden Caulfields pubertäre Verunsicherung und seine Skepsis gegenüber der Erwachsenenwelt mit der situativen Feier des Profanen, wie es Kerouac und die Beats postulieren. Und sie schildert das alles aus der Perspektive und im ziemlich authentisch klingenden Sound eines Teenagermädchens. So hat man das schlicht noch nicht gelesen.«
taz

»Mary Miller hat in ihrem Debütroman den besonderen Blick aus dem Seitenfenster eingefangen, der die Sicht auf die ganze Welt verändert und der jede gute Roadtrip-Geschichte auszeichnet. Das Fremde erscheint dann plötzlich vertraut, das Vertraute fremd.«
KulturSpiegel

»Mary Miller gelingt das Kunststück, vor diesem apokalyptischen Hintergrund eine ganz alltägliche, existentielle Pubertätsgeschichte zu erzählen.«
WDR 5 Literaturmagazin

»Die gefeierte Short-Story-Autorin Mary Miller erzählt in ihrem Romandebüt eine anrührende Coming-of-Age-Geschichte, die geschickt den gesteigerten Erfahrungshunger und die dadurch geschärfte Wahrnehmung ihrer Protagonistin benutzt, um ein ziemlich entlarvendes Porträt der zeitgenössischen USA zu zeichnen.«
Tip Berlin

»Ein bemerkenswertes Debüt.«
Missy Magazin

»Mary Miller erzählt schräg, unterhaltsam und tiefgründig.«
Radio Fritz, RBB

»Mary Miller. Der wohl heißeste Independent-Tipp aus Übersee.«
Krachkultur

»Man würde sich wünschen, dass auch deutschsprachige Autoren in der Lage wären und sich trauten, so zu schreiben.«
Junge Welt

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